Donnerstag, 26. März 2009

Nächstes Treffen

Die Initiative Sozialproteste trifft sich am 24 April 2009 um 14 Uhr im Subversiv - Soziales Zentrum Stuttgart

Sonntag, 22. März 2009

Veranstaltung: Die Auswirkungen der Krise in den Betrieben und die Mobilisierung zu den Protesten am 28. März

Noch im Sommer des vergangenen Jahres reduzierte ein Großteil der Ökonomie"experten" die Krisenentwicklung auf die Finanzsphäre. Es handle sich allenfalls um eine Finanzkrise, die bald durchgestanden sei, formulierten die Hoffnungsfrohen unter ihnen. Die folgende Entwicklung zeigte jedoch, dass es sich mitnichten um eine Finanzkrise sondern um eine strukturelle Krise des neoliberalen Regulationsmodells handelt. Nachdem nun zwar anerkannt wird, dass die Krisenentwicklung auch die sogenannte "Realwirtschaft" betrifft, dreht sich die Diskussion vornehmlich um die Frage des Grades der staatlichen Interventionen, wie sich aktuell am Beispiel Opel trefflich zeigt.
Aus dem Blickwinkel geraten systematisch die Beschäftigten, welche von den Krisenlösungsstrategien der UnternehmerInnen unmittelbar betroffen sind. Die Veranstaltung soll deshalb u.a. einen Einblick in die Betriebe geben, um die Perspektiveder Beschäftigten zugänglich zu machen. Zur Diskussion soll nicht zuletzt die Frage nach der Organisation wirksamer Gegenwehr, auch im Hinblick auf die Demonstrationen am 28.03. in Frankfurt/Main und Berlin stehen.

Der Referent Tom Adler ist Gewerkschaftsaktivist bei der oppositionellen Liste alternative bei Daimler

Die Veranstaltung wird organisiert von der Initiative Sozialproteste Stuttgart

Am Mittwoch, 25. März um 19 Uhr im Subversiv Stuttgart

Freitag, 6. März 2009

8. März Frauenkampftag

Aufruf des Bündnisses für einen Internationalen Frauenkampftag

Am 8. März gehen weltweit Frauen gemeinsam auf die Straße um für ihre Rechte und Freiheiten einzutreten. Auch wir, das Bündnis für einen Internationalen Frauenkampftag, sehen uns in dieser Tradition. Wir wollen anlässlich dieses Tages am Samstag, den 7. März in der Stuttgarter Innenstadt Infostände mit Kulturprogramm, eine Kundgebung und eine Demonstration durchführen.

Die Geschichte des 8. März

Die Pariser Kommune in der Frauen eine aktive Rolle spielten, war ein erstes Signal und Keim für die Befreiung der Frau.
1910 wurde auf dem 2. Internationalen Frauenkongress auf Initiative von Clara Zetkin beschlossen, jährlich einen Internationalen Frauentag zu begehen
Am 19. März 1911 wurde der erste Internationale Frauentag in Dänemark, Deutschland, Österreich, Ungarn, der Schweiz und den USA begangen. Es kam zu ersten Versammlungen, Kundgebungen und Demonstrationen mit zahlreicher Beteiligung
1921, auf der Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen, wurde der 8.März offiziell als Internationaler Frauenkampftag festgelegt. Dabei wurde Bezug auf den Streik von Textilarbeiterinnen in Petersburg genommen, die anlässlich des Frauentags am 8. März 1917 statt fanden und dessen blutige Niederschlagung und zu weiteren ArbeiterInnenprotesten führte, welche schließlich die Februarrevolution auslösten.

Die Forderungen damals waren:

-gegen den imperialistischen Krieg
-Arbeitsschutzgesetze
-Wahl- und Stimmrecht für Frauen
-gleicher Lohn bei gleicher Arbeit
-ausreichender Mutter- und Kindschutz
-Festsetzung von Mindestlohn
-8- Stunden Tag

Während der NS-Diktatur wurde der Internationale Frauentag in Deutschland 1933 verboten und gemäß der nationalsozialistischen Ideologie durch den heute noch verbreiteten Muttertag ersetzt.

Seit den ausgehenden 1960er Jahren entwickelten sich vor dem Hintergrund der 68er Revolte feministische Ideen und es entstanden Frauengruppen und Frauenorganisationen. Diese formulierten innerhalb der sich formierenden linken Bewegung eine umfassende feministische Kritik, die die Existenz patriarchaler Rollenmuster, wie auch die festzustellende Fortexistenz patriarchaler Strukturen innerhalb der Gesellschaft zum Inhalt hatte. Ihre Kritik beeinhaltete u.a. das Verhältnis von Patriarchat und Kapitalismus, die Herstellung und Reproduktion von Geschlechterverhältnissen, Homophobie und die sexuelle Befreiung.

Die auf der der Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen 1921 formulierten Forderungen haben sich dennoch bis heute nicht erfüllt und ihre Inhalte sind nach wie vor aktuell.
Die Forderung „gegen die imperialistischen Kriege“ vor dem Hintergrund des Afghanistan Einsatzes, und dem Krieg gegen die palästinensische Bevölkerung genauso wie die Forderung „gleicher Lohn bei gleicher Arbeit“ verdeutlichen dies.
Auch wenn formal seit 1981 die gleiche Bezahlung von Frauen und Männer gesetzlich festgehalten ist, sieht die Realität immer noch anders aus.
Frauen verdienen im Schnitt 31% weniger als Männer, bei gleicher Ausbildung sind es immer noch 20-26 %. Gleichzeitig haben sie es schwerer eingestellt zu werden und die Frage „Planen sie in nächster Zeit Kinder zu bekommen?“ ist bei Vorstellungsgesprächen nicht unüblich Insgesamt sind 85% der Frauen teilzeitbeschäftigt und 72 % geringfügigbeschäftigt.
Damit nicht genug, sind auch Frauen diejenigen die sich maßgeblich um die Kinderbetreuung kümmern und die Mängel des Bildungssystems wie zum Beispiel den Mangel an unentgeltlicher Hausaufgabenhilfe unter Aufopferung ihrer Zeit ausgleichen müssen.
Immer weitere Aufgaben, wie die Pflege von Kranken und Senioren kommen hinzu, die in der Kleinfamilie bewältigt werden müssen. Wenn auch schon in manchen Beziehungen hier ein Umdenken stattgefunden hat, in der Regel ist es immer noch die Frau, die dieser Verantwortung nachkommt. Durch sinnvolle Kinderbetreuungsmodelle, würdige Lebensgemeinschaften im Alter und humaner Krankenbetreuung bzw. Prophylaxe, die vom Staat (oder auch: gesellschaftlich) organisiert und finanziert werden, wären hier wichtige Voraussetzungen für Emanzipation geschaffen.
Das Konjunkturpaket 2 ist ebenfalls nur ein Tropfen auf den heißen Stein, genauso wie ein einmaliger Kindergeldbonus von 100 Euro. Wir sind nicht bereit, die Auswirkungen der Finanz- und Weltwirtschaftskrise auf uns zu nehmen.
Weitere Punkte die tief in unser alltägliches Leben eingreifen sind die festgefahrenen Geschlechterrollen und der damit einhergehende Sexismus gegen Frauen und allen, die sich gegen die vorgegebenen Geschlechterbilder und das vorgegebene Sexualverhalten stellen.
Wir wenden uns entschieden gegen die Diskriminierung von Homosexuellen, das stereotype Verhaltensmuster gegenüber Männern und Frauen, sowie die gesellschaftlichen Rituale, in denen diese Verhaltensmuster und Rollenbilder festgeschrieben und weiter transportiert werden.

Wir fordern alle Frauen und Männer auf, sich am Internationalen Frauenkampftag zu beteiligen und mit uns gemeinsam für eine Perspektive jenseits Sexismus, Rassismus und patriarchalen Strukturen einzustehen!

Frauen und Männer gemeinsam gegen Ausbeutung, Unterdrückung, Faschismus und Krieg!
Kampf dem Sexismus und der Homophobie!
Kampf dem Patriarchat!
Für eine selbstbestimmte, freie Gesellschaft!
Hoch die Internationale Solidarität!

Bündnis für den Internationalen Frauenkampftag
(ADKH, AGIF-Frauenkommission, ATIK-Frauenkommission, Internationales Aktionsbündniss Stuttgart, Mezopotamischer Kulturverein e.V., Frauenverband Courage e.V., MLPD Stuttgart, Verdi Frauen Stuttgart, Arbeitskreis Internationalismus Stuttgart, Revolutionäre Aktion Stuttgart, Gruppe Grundriss, Initiative Sozialproteste, Paul F.)

Samstag 07.03.09 :

Infotische mit Kulturprogramm 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Schlossplatz Stuttgart

Kundgebung und Demonstration 14:00 Uhr
Schlossplatz Stuttgart

Sonntag 08.03.09 :

Internationales Kulturfest mit Musik- und Tanzgruppen, Essen, Theater, Gedichte und Redebeiträgen ab 14:00 Uhr
Turn-und Versammlungshalle Degerloch
Albstr.70 Stuttgart

Samstag, 8. November 2008

Schulstreik!

Kommt zum Schulstreik am 12.11. in Stuttgart!

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